Stuttgart: Animal Hoardingfall mit über 100 Ratten

Knapp eine Woche nachdem in der Nähe von Stuttgart ein einsturzgefährdetes Haus voller Ratten angefangen wurde zu räumen waren wir im Tierheim vor Ort und haben uns ein Bild von der Situation gemacht. Aktuell ist das Stuttgarter Tierheim fleißig dabei die vielen Tiere in andere Tierheime zu verteilen, zum Beispiel sind 10 Weibchen ins Tierheim Ludwigsburg umgezogen, wo sie auch Alizin bekommen durften damit sie in ihrem eh schon schlimmen Zustand nicht auch noch werfen müssen. Die Kotprobe der Bande wird am Montag über uns eingeschickt, aktuell wurden sie gespottet da sie alle extrem schlechtes Fell und kahle Stellen haben. *Update: die Ratten haben Spulwürmer, Giardien und Bakterien sind zum Glück negativ.

Es sind größtenteils erwachsene/ältere Tiere in Agouti/Black Berkshire und ein paar Huskys, einige wenige halbstarke, ein paar Mamas haben ihren Wurf leider schon gefressen. Viele haben Bisswunden oder andere Verletzungen, teilweise auch an den Augen und den Pfötchen.

Das Haus in dem immernoch Ratten leben ist zum aktiven einfangen kaum begehbar, die Tiere wohnen teils in den kaputten Wänden und somit bleibt nur zu hoffen, dass die 10-20 die aktuell noch dort sind in die gestellten Lebendfallen tappen. Das Tierheim Stuttgart ist fast schon wieder Ratten-leer, bis auf ein paar in ganz schlechtem Gesundheitszustand um die sich intensiv gekümmert wird. (bis die nächsten Ratten aus dem Haus in die Fallen gehen)

Denkt daher bei Spenden von Geld und Futter etc bitte auch an die anderen Tierheime! Vaihingen/Enz, Ludwigsburg, München, Regensburg, Berglen, Augsburg, Rüsselsheim usw usw!

 

Und nein, die Ratten hier sind natürlich (entgegen der Aussage in dem Zeitungsartikel) nicht „zahm“ wie man sich zahm vorstellt! Es sind zahme Haustiere, d.h. keine wilden. Aber „zahm“ sind sie auf keinen Fall, sie sind also keine Anfängertiere. Sie fallen in große Panik wenn man sie anfassen muss und beissen such beherzt zu, denn das kennen sie aus ihrem bisherigen Leben einfach überhaupt nicht, sie sind sehr schreckhaft und kennen auch keinen „Käfig“, springen also auch unvermittelt einfach zu den offenen Türen heraus. Einige sind recht neugierig und kommen auch mal schauen, aber den Umgang mit dem Menschen müssen sie allesamt erst einmal lernen.

 

 

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